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Aktuelles aus dem Amateurfunk

Nachlese zur zweiten Woche der Weltfunkkonferenz

 

Ulli Müller, DK4VW, und Bernd Mischlewski, DF2ZC, vom DARC-Referat Frequenzmanagement berichten über die Ereignisse der zweiten Woche der Weltfunkkonferenz WRC19 in Sharm El-Sheikh. Zum Thema 6-m-Band zeichnete sich in der zweiten Woche ab, dass der gefundene Weg, die verschiedenen Wünsche der Verwaltungen zu einer neuen Zuweisung an den Amateurfunkdienst bei 50 MHz zu erfüllen, nicht mehr infrage gestellt wird. Nach zehn Sitzungen der Unterarbeitsgruppe 4C1 wird vorgesehen, den Amateurfunkdienst mit sekundärem Status im Frequenzband 50...52 MHz in die Zuweisungstabelle in Artikel 5 der ITU Radio Regulations einzutragen. Abweichungen davon, also Spektrum bis 54 MHz oder primärer Status, werden für diejenigen Länder zugelassen, die sich in die entsprechenden Fußnoten eintragen. Die Ausformulierung der Fußnoten, die einen Schutz anderer Funkdienste gewährleisten sollen, wird in der nächsthöheren Instanz (Kommission 4C) weiterbehandelt. Nach abschließender Zustimmung dort geht der Kompromiss-Vorschlag in weitere Instanzen, bis schließlich die Vollversammlung (Plenary) in mehreren Lesungen dem Ganzen zustimmt. Auf dem Weg dahin kann zwar noch alles passieren, aber man ist optimistisch. In der Sitzung des übergeordneten Komitees 4 am 12. November wurde das Dokument mit dem Vorschlag der neuen 50-MHz-Zuweisung behandelt. Es gab noch etliche Änderungen an den Fußnoten und man überzog die vorgesehene Sitzungszeit erheblich, aber letztendlich wurde von allen Verwaltungen die Zuweisung abgesegnet. Das gefundene Ergebnis wird nun noch in Lesungen von der Vollversammlung behandelt, was formell notwendig ist.

Beim Thema "23-cm-Band und Galileo" ist noch nicht darüber entschieden worden, ob Studien zur Verträglichkeit des Amateurfunkdienstes mit dem Satelliten-Navigationssystem Galileo bis zur nächsten WRC23 auf die Tagesordnung gesetzt werden: Die Europäische Kommission drängt über die Verwaltung eines EU-Mitgliedslandes mit erheblichem Aufwand auch vor Ort darauf. Aus Sicht des Amateurfunkdienstes sind die vorgetragenen Bedenken aufgrund der vor 5 Jahren festgestellten zwei Fälle von Störungen von Empfängern bei einer Galileo-Kontrollstation übertrieben dargestellt. Auch lassen sie sich nicht verallgemeinern, zumal sie damals durch entsprechende Aktionen abgestellt wurden. Klar ist, dass das Galileo-System einen passenden Schutz erfordert, was z.B. durch passende Organisation der Nutzung durch Funkamateure - u.a. Bandplanung - machbar sein wird.

Für Klein-Satelliten mit kurzer Missionsdauer werden Frequenzen für die Verfolgung, Steuerung und Telemetrie-Empfang gesucht. In der Vergangenheit wurde gelegentlich unser 2-m- bzw. 70-cm-Band dafür missbraucht, auch wenn keinerlei Bezug zum Amateurfunk bestand. Da das Interesse an solchen Klein-Satelliten weiterhin erheblich steigt, ist eine entsprechende Lösung durch Bereitstellung von Frequenzspektrum nahe 137 MHz und 149 MHz auch in unserem Interesse. Die Weltfunkkonferenz endet am 22. November. Für weitere Meldungen verfolgen Sie bitte die DARC-Medien.

 

 

Der "December YOTA (Youngsters On The Air) Month" steht an

 

Im nächsten Monat werden Jugendliche aus der ganzen Welt auf den Amateurfunkbändern mit den YOTA-Sonderrufzeichen aktiv. Auch gibt es wieder die Möglichkeit ein Diplom in den vier Stufen Bronze, Silber, Gold und Platin zu arbeiten, das beim Erreichen kostenlos heruntergeladen werden kann. Das Ziel der Aktivität ist die Belebung der Amateurfunkbänder und somit die aktive Mitgestaltung der Zukunft im Amateurfunk.

Wie bereits in den vergangenen Jahren können sich Jugendliche das deutsche YOTA-Sonderrufzeichen ausleihen und damit Betrieb machen. Leider haben viele junge Rufzeicheninhaber selbst keinen Zugriff auf eine Funkstation und können dadurch nur sehr spärlich aktiv werden. Da es viele Clubstationen und noch mehr Mitglieder mit privaten Stationen gibt, von denen ein "Youngster" nur träumen kann, gibt es dieses Jahr eine Neuerung. Auf einer Internetseite Internetseite können sich deutsche Stationen in eine Karte eintragen und somit die Stationen für die Jugendlichen und deren Betrieb öffnen. Bei der Registrierung kann angegeben werden, welche Bänder zur Verfügung stehen, ob Betrieb am Wochenende oder gar eine Übernachtung möglich ist. Der Funkbetrieb an der Station erfolgt allerdings in direkter Absprache zwischen dem Stationsverantwortlichen und den Interessenten und dementsprechend "auf eigene Gefahr". Das YOTA-Team Deutschland bittet darum, diese Info an alle Stationsinhaber weiterzuleiten und sie zu motivieren, sich im Internet einzutragen sich im Internet einzutragen und damit die Funkamateure von morgen mit einer gemeinsamen Aktivität zu unterstützen. Das YOTA-Team bittet weiterhin darum, diese Info ebenso an alle jugendlichen Rufzeicheninhaber weiterzuleiten und sie zu motivieren, beim Dezember YOTA Monat [3] aktiv zu werden und von einer Station in ihrer Nähe Betrieb zu machen. Das YOTA-Rufzeichen kann auch auf der DARC-AJW-Webseite reserviert werden [4]. Dort ist auch die Karte der angemeldeten Stationen zu finden. Darüber berichtet das YOTA-Team Deutschland.