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Aktuelles aus dem Amateurfunk

ENAMS - Auslieferung der Serienanlagen hat begonnen

 

Am 7. Februar übergab der ENAMS-Projektleiter Klaus Eichel, DL6SES, die erste ENAMS-Serienanlage an den Vorsitzenden des Vorstandes des DARC e.V., Christian Entsfellner, DL3MBG. Mit insgesamt 55 Anlagen dieser Art ermittelt der DARC e.V. damit in Deutschland den Grundstörpegel ITU-konform im Frequenzbereich von 100 kHz bis 31 MHz. Ziel ist es, die Veränderung des Grundstörpegels im Interesse des Amateurfunks, aber auch der Verbraucher, wie er durch zunehmenden Einsatz oft gar nicht oder nur mangelhaft entstörter elektronischer Geräte verursacht wird, aufzuzeigen. Auch kann der durch allgemeine Haushaltselektronik oder z.B. durch PLC, VDSL und Schaltnetzteile erzeugte Störnebel gemessen und dessen Entwicklung dokumentiert werden. Das System ist für eine Einsatzdauer von mehr als fünf Jahren konzipiert.

Die Abkürzung ENAMS steht für "Electrical Noise Area Monitoring System" und beschreibt ein System zur flächendeckenden Bewertung der elektromagnetischen Umwelt. Es wurde durch die Fördermittel der Mitgliedschaft Pro aus dem Jahr 2018 finanziert. Weitere Informationen zum System können Sie in den folgenden CQ DL-Artikeln nachlesen: "Mess-System für elektromagnetische Störungen" erschienen in CQ DL 12/17 auf S. 15ff. und "Aktive Empfangsantenne für ENAMS" in CQ DL 2/18, S. 49ff.

 

 

AMSAT wählt Clayton Coleman, W5PFG, zum Präsidenten

 

Während einer Telekonferenz wählte der AMSAT-Vorstand Clayton Coleman, W5PFG, aus Granbury, Texas (USA), zum AMSAT-Präsidenten. Coleman war von 2017 bis 2019 Mitglied des Vorstands und Sekretär der AMSAT und hat sich in verschiedenen anderen Funktionen für die AMSAT eingesetzt, unter anderem als Vorsitzender des AMSAT-Weltraumsymposiums 2016. Er tritt die Nachfolge von Joe Spier, K6WAO, an, der kürzlich aus persönlichen Gründen zurückgetreten ist, nachdem er seit Oktober 2017 im Amt war.

Coleman wurde durch das SAREX-Programm - dem Vorläuferprogramm von ARISS - und die russische Raumstation MIR an das Thema Amateurfunk im Weltraum herangeführt. Sein Interesse an der Einrichtung einer AX.25-Mailbox und von Knotenpunkten Anfang der 1990er Jahre veranlasste ihn dazu, zu versuchen, über das Mir Personal Message System (PMS) und Digipeater Kontakte zu knüpfen. Im Jahr 2011 begann Coleman, sich für OSCARs zu interessieren. Coleman wird sich als Präsident darauf konzentrieren, mit den Mitgliedern zusammenzuarbeiten, um die organisatorischen Prozesse zu verbessern und sie auf die strategischen Ziele auszurichten. Beruflich ist Coleman im Bereich der industriellen Prozesssteuerung sowohl als Berater als auch als Manager für Geschäftsentwicklung tätig. Darüber berichtet der amerikanische Amateurfunkverband ARRL mit Verweis auf die AMSAT-Webseite.

 

 

Erfolgreicher EME-Test auf 47 GHz

 

Am 10. Februar gelang es Mitsuo, JA1WQF, das von Al, W5LUA, gesendete QRA-64D-Signal auf 47 088,1 MHz über den Mond zu empfangen. Diese Information hat OM Al auf dem E-Mail-Reflektor des Moon-Net veröffentlicht. Während JA1WQF nur mit 1 W HF arbeitet, nutzt W5LUA eine 30-Watt-TWT-Endstufe. Beide Stationen arbeiten mit 2,4-m-Spiegeln. Die Systemrauschzahl gibt Al mit 4 dB an und bei JA1WQF beträgt sie sogar nur 2,5 dB. Beide Stationen verwenden die "Constant Frequency on Moon" oder kurz CFOM-Technik bei der Frequenzsteuerung, die es Ihnen ermöglicht, die andere Station und Ihre Echos auf der gleichen Frequenz zu hören bzw. zu sehen. "Ich begann damit, einzelne Töne an Mitsuo zu senden, die er gut kopierte, und schickte dann mehrere Sequenzen von Rufen", beschreibt W5LUA, seine Herangehensweise. Mitsuo war dann in der Lage, die Anrufe bei 11:46 UTC und 12:34 UTC zu entschlüsseln. Die Signalpegel lagen bei -23 dB und -25 dB. OM Al weist darauf hin, dass erste EME-Versuche auf 47 GHz bereits Anfang des Jahres 2005 stattfanden, es aber schön sei, dass die aktuellen Aktivitäten ein Wiederaufleben darstellten. Dies auch vor dem Hintergrund, dass man in den USA Gefahr laufe, das Band infolge von 5G-Interessen zu verlieren. Für die EME-QSOs kommt das Programm MMCW zum Einsatz, das von RW3BP geschrieben wurde. W5LUA plant in den nächsten Tagen weitere 47-GHz-Tests mit Manfred, DL7YC. Darüber berichtet das britische Nachrichtenportal Southgate.

 

 

Operator für Sonderrufzeichen gesucht

 

Die wöchentlichen Aktivitäten der Sonderstationen DF70DARC und DP70DARC werden abwechselnd durch die Distrikte organisiert. Am 10. Februar sollten Sachsen-Anhalt und Baden an den Start gehen. Ein Blick in den Aktivitätskalender zeigt leider, dass sich mit Stand zu diesem Tag offenbar in beiden Distrikten niemand gefunden hat, die Rufzeichen in die Luft zu bringen. Stellen Sie sich Ihren Distrikten bitte zur Verfügung! Die Diplomsammler warten darauf. Dazu ruft der Referent DX im DARC, Enrico Stumpf-Siering, DL2VFR, auf.