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Aktuelles aus dem Amateurfunk

Neue QO-100-Satellitenantenne für DP0GVN installiert

 

Auf der Neumayer-III-Station in der Antarktis wurde eine neue Ersatzantenne für den Betrieb über den geostationären Satelliten QO-100 installiert. Die neue Antenne war am 29. Dezember unversehrt in der Antarktis angekommen und seit dem 9. Januar ist nun DP0GVN wieder QRV. Zuvor wurde die alte Antenne in der Nacht vom 13./14. August 2021 durch einen außergewöhnlich starken Sturm irreparabel beschädigt. Die AMSAT-DL hatte daraufhin beschlossen, eine neue Antenne aufzubauen und diese in weniger als zwei Monaten Bauzeit Mitte Oktober für den Schiffstransport in die Antarktis abzuliefern. Den Funktionstest absolvierte die Anlage kurz nach der Installation am 9. Januar: DP0GVN mit Op Felix, DL5XL, am Mikrofon sorgte für erste Pile-ups. Darüber berichtet die AMSAT-DL ausführlich auf ihrer Webseite Webseite.

EZNEC-Antennensoftware nun kostenlos verfügbar Die EZNEC-Antennensoftware zur Simulation und Berechnung ist nun kostenlos verfügbar. Entwickler Roy Lewallen, W7EL, stellt sie auf seiner Webseite zum Download zur Verfügung. Weitere Informationen und Bezug Weitere Informationen und Bezug gibt es über das Internet. Wer des Englischen mächtig ist, kann sich eine Präsentation von W7EL Präsentation von W7EL auf YouTube ansehen, die OM Roy anlässlich der G-QRP Club Convention in 2021 online gehalten hat.

 

 

CAMSAT XW-3 (CAS-9) wird 113. OSCAR

 

Wie der US-amerikanische Amateurfunkverband ARRL berichtet, ist der neue chinesische XW-3- (CAS-9) Satellit auf Anfrage der Chinese Amateur Satellite Group CAMSAT als 113. OSCAR eingestuft worden. Er trägt jetzt die Bezeichnung HO-113, was für Hope-OSCAR 113 steht.

XW-3 wurde vom chinesischen AMSAT-Ableger CAMSAT in Zusammenarbeit mit den Luftfahrt- und Bildungsabteilungen der chinesischen Regierung entwickelt und startete am 26. Dezember um 03:11 UTC vom chinesischen Taiyuan Satellite Launch Center.

Die CW-Bakenfrequenz beträgt 435,575 MHz bei 22 WPM. Die GMSK-Telemetrie liegt bei 435,725 MHz. Der invertierende V/U 100-mW-Lineartransponder hat die Uplinkfrequenz 145,870 MHz, der Downlink liegt bei 435,180 MHz. Der Passbandbereich des Transponders beträgt 30 kHz.

 

 

Workshop "Zukunft des Amateurfunks" lieferte neue Impulse

 

Am Montag, dem 3. Januar, hatte der Vorstand zu einem Vortrag und Gespräch über die "Zukunft des Amateurfunks" auf den DARC-eigenen Server Treff.DARC eingeladen. 140 Mitglieder nahmen dieses Angebot gerne an und traten ab 19 Uhr in direkten Kontakt mit Christian Entsfellner, DL3MBG; Ernst Steinhauser, DL3GBE, und Ronny Jerke, DG2RON. "Wir haben klar gezeigt, wie der Vorstand sich die Zukunft des Amateurfunks vorstellt und viel positives Feedback bekommen. Dass so viele Mitglieder unserer Einladung gefolgt sind, werten wir als großen Erfolg", freute sich DL3GBE über die positive Resonanz.

Den Anfang machte der DARC-Vorsitzende Christian Entsfellner, DL3MBG, mit der Frage "Wie sicher ist unsere Zukunft?". Im Rahmen dieser Präsentation ging es insbesondere darum, den zeitlichen Wandel des Amateurfunks zu betrachten, die Probleme und Chancen der Digitalisierung aufzuzeigen sowie die strategische Zielsetzung für 2030+ zu erarbeiten. Auch die Ergebnisse der SWOT-Analyse von der IARU-Umfrage zu Stärken, Schwächen, Risiken und Möglichkeiten des Amateurfunks in Deutschland und der IARU präsentierte der IARU-Verbindungsbeauftragte Jörg Jährig, DJ3HW. Gemeinsam mit DL3MBG stellte er die acht strategischen Ziele der IARU der bestehenden DARC-Satzung gegenüber. Man konnte bereits sehen, dass die DARC-Satzung heute schon viele Aspekte abdeckt. Sie müsste nur entsprechend gelebt werden. Anhand konkreter, praxisorientierter Beispiele konnten die strategischen Überlegungen mit Inhalt gefüllt und für die Zuhörer greifbar gemacht werden.

Die Teilnehmer tauschten sich währenddessen im Chat über ihre eigenen Erfahrungen und Ideen sowie die Praxis in den Ortsverbänden aus. Insbesondere die Themen Nachwuchsgewinnung, Mitgliederpflege und Außendarstellung/Öffentlichkeitsarbeit wurden lebhaft diskutiert. Die Mitglieder sprachen außerdem über einige interessante und vielversprechende Ansätze, z.B. die stärkere Einbindung der sozialen Medien und einen vereinfachten Zugang zum Amateurfunk. Vor allem die neu eingeführten Hamgroups - und damit die Fokussierung auf weitere Zielgruppen - stießen auf breite Zustimmung. Von den Teilnehmern wurde z.B. eine Hamgroup "Maker" angeregt.

Es geht uns bei den Treffen vor allem darum, die Kommunikation zu den Mitgliedern zu intensivieren und ihnen eine Teilhabe an der Zukunftsplanung des DARC zu ermöglichen. Wir möchten dabei nicht nur über unsere Arbeit informieren, sondern gemeinsam an der Weichenstellung für die Zukunft arbeiten", erklärt Christian Entsfellner, DL3MBG.

Wie erfolgreich der Abend verlaufen ist, zeigen die zahlreichen positiven Kommentare aus dem Teilnehmerkreis. Viele bedankten sich abschließend für die Arbeit des Vorstands und lobten seine systematische Analyse.

 

 

5. FUNK.TAG findet nicht statt

 

Aufgrund der Entwicklung des aktuellen Infektionsgeschehens bleibt uns leider keine Handlungsalternative, als den FUNK.TAG 2022 am 23. April abzusagen", erklärt Christian Entsfellner, DL3MBG. Nach der hessischen Coronavirus-Schutzverordnung, §16, sind derzeit Veranstaltungen in geschlossenen Räumen nur mit bis zu 250 Personen möglich und eine Entschärfung der Maßnahmen in den nächsten Monaten ist derzeit nicht abzusehen.

Die Entscheidung, die unter den Mitgliedern und Funkfreunden beliebte Funk-Erlebnismesse in Kassel bereits zum dritten Mal in Folge coronabedingt abzusagen, hat sich der DARC-Vorstand nicht leichtgemacht. "Wir möchten unsere Mitglieder, die Besucher und Aussteller weiterhin schützen und müssen von diesem Funktreffen des DARC e.V. leider Abstand nehmen", so der DARC-Vorsitzende.

Die im vergangenen Jahr erhoffte Entspannung ist aktuell - auch durch die unvorhersehbare Dynamik der Omikron-Variante - nicht mehr in Sicht. Von dem Gedanken an einen FUNK.TAG, wie er im Jahr 2019 noch stattgefunden hat, müssen wir uns in diesem Jahr verabschieden. Damit unterstützt der DARC e.V. auch die Bemühungen der Bundesregierung, die Infektionswelle zu verlangsamen und einer Überlastung des Gesundheitswesens vorzubeugen.