Loading...

Aktuelles aus dem Amateurfunk


Bundesnetzagentur stellt Jahresbericht 2017 vor

 

Die Bundesnetzagentur hat ihren Bericht für das Jahr 2017 vorgestellt. Inhaltlich liegt ein Schwerpunkt auf der Darstellung der Entwicklung im Bereich der Infrastrukturen und Digitalisierung allgemein. So sei das Datenvolumen in Fest- und Mobilfunknetzen erneut rasant angestiegen. 2017 wurden etwa 33 Mrd. Gigabyte Daten über Festnetze übertragen worden, was einer Steigerung von ca. 47 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Über Mobilfunknetze wurden ca. 1,4 Mrd. Gigabyte übertragen, 2016 waren es noch 918 Mio. Gigabyte - eine Steigerung um 52 %. Auf Seite 71 des PDF-Dokuments geht die Behörde auf die Störungsbearbeitung und deren Prüf- und Messdienst ein. In über 64 000 Fällen haben sich demnach Verbraucher und Institutionen an die Funkstörungsannahme der Bundesnetzagentur gewandt. Insgesamt verzeichne der Prüf- und Messdienst einen leichten Rückgang der vor Ort bearbeiteten Störungen. Für das Jahr 2017 verzeichnet die Behörde 5196 an der Zahl, in den Jahren zuvor bewegte sich das Gesamtvolumen im Bereich von 6180 in 2014 bis 6591 im Jahr 2015. Diese Entwicklung war der möglichen Erhebung von Gebühren im Bereich der Störungsbearbeitung im Zuge der Umsetzung des Bundesgebührengesetzes geschuldet, so der Bericht. Für den Bereich Amateurfunk wurden dem Prüf- und Messdienst 2017 404 Störungen gemeldet, 2016 waren es 422 und 2015 481. Eine entsprechende Balkengrafik ist im Dokument auf Seite 72 zu finden. Der Jahresbericht Link zum Jahresbericht der  Bundsnetzagentur der Bundesnetzagentur ist über deren Webseite abrufbar.

 

 

Irland gibt Frequenzen im 40- und 60-MHz-Bereich für Amateurfunk frei

 

In Form der Mitteilung 09/45 R4 hat die irische Regulierungsbehörde ComReg dem Amateurfunkdienst zusätzliche Frequenzen zur Verfügung gestellt: Das 70-MHz-Band wurde von 70,125 bis 70,450 MHz auf den Bereich 69,9 MHz bis 70,5 MHz erweitert. Dies ist ein Anstieg von 275 kHz und entspricht dem, was dem Amateurfunkdienst im Rahmen der gemeinsamen europäischen Zuteilungen maximal zugewiesen werden kann. Weitere Frequenzen, die alle Modi, einschließlich Digimodes, abdecken, wurden auf sekundärer Basis von 30 bis 49 MHz sowie 54 bis 69,9 MHz vergeben. Das letztere Band umfasst auch digitales Fernsehen zusätzlich zu allen anderen Modi.

Die neuen Bänder im 40-MHz- und 60-MHz-Bereich werden viel Neues ermöglichen, unter anderem moderne Bakensender, und auch die bestehende 70-MHz-Bake EI4RF in Dublin im Locatorfeld IO63WD auf 70,130 MHz wird künftig in einen neuen Bakenbereich innerhalb dieser neuen Bänder verlagert werden. Der irische Amateurfunkverband IRTS wird für diese beiden Bänder in Abstimmung mit der IARU und den Ländern, die ebenfalls auf diesen Frequenzen über Zuweisungen verfügen, entsprechende Bandpläne erstellen. Die IRTS bedankt sich bei der ComReg für die Freigabe dieses umfangreichen Spektrums für den Amateurfunkdienst auf sekundärer Basis. Darüber berichtet der DARC-HF-Referent Tom Kamp, DF5JL, mit Verweis auf Séamus McCague, EI8BP, vom irischen Amateurfunkverband IRTS.

 

 

50 MHz im Libanon freigegeben

Bereits Mitte April wurde bekannt, dass das 6-m-Band im Libanon zum 19. April freigegeben wurde. Das Ministerium für Telekommunikation hat mit Unterstützung des Amateurfunkverbandes RAL den Frequenzbereich von 50 bis 51,975 MHz freigegeben. RAL-Präsident Hani Raad, OD5TE, und Vizepräsident Elie Kadi, OD5KU, begrüßten diesen positiven Schritt für die Funkamateure im Land. Darüber berichtet OD5KU auf der IARU-Webseite.

 

 

CC2.TV berichtet über kleine China-Funkgeräte

Am 14. Mai geht die Folge 229 von CC2.TV online. In dieser Ausgabe beschäftigt sich der Moderator Wolfgang Rudolph, DC3PA, mit kleinen China-Funkgeräten. Die Produktion wurde von Mitgliedern des OVs Kannenbäckerland (K40) unterstützt. Darüber berichtet Thomas Ehrhart, DF7PZ, in einer E-Mail an die Redaktion. Zur Produktion dieser Videoausgabe rief DC3PA in der Audiocast-Folge Nr. 587 Funkamateure zur Mithilfe auf. Für Ende April wurde ein Funkamateur gesucht, der im Bereich des Westerwaldes auf 70 cm QRV sein konnte, um eine Direktverbindung zu den vorgestellten preiswerten Funkgeräten zu initiieren. CC2.TV ist ein Nachfolgeformat des "Computer:club2". Letzteres geht wiederum zurück auf die langjährige Sendung Computerclub im WDR-Fernsehen, welche von den Moderatoren Wolfgang Back und Wolfgang Rudolph moderiert wurde. Inhaltlich ging es um alle Themen aus der Computerwelt.

 

 

MARC DMR-ID Registrierungssystem wurde abgeschaltet

Das für die Betriebsart Digital Mobile Radio, kurz DMR, zuvor verwendete Registrierungssystem MARC DMR-ID wurde abgeschaltet. Fortan übernimmt das europäische DMR-ID-Registrierungssystem Link die Registrierung für alle Länder weltweit. "Es ist sehr unwahrscheinlich, dass der Übergang ohne Probleme funktioniert. Bitte lassen Sie es uns wissen, wenn etwas schief geht", lautet es in einer Meldung von Hans-Jürgen Barthen, DL5DI, auf der niederländischen Webseite HamDigitaal. Parallel zur Umstellung der Datenbank wird diese auch einige Bereinigungen erfahren, die aufgrund der neuen Europäischen Datenschutz-Grundverordnung, kurz DSVGO, notwendig werden. Erste Informationen zur Datenerhebung, -speicherung, -nutzung und -freigabe hat man auf einer Webseite Link bereitgestellt. Die reguläre Genehmigungszeit sollte weniger als drei Tage betragen. "Wenn Sie keine Bestätigung per E-Mail erhalten sollten, prüfen Sie bitte die Liste der Freischaltungen der letzten 30 Tage auf der Registrierungsseite", so DL5DI in der Meldung. "Wir haben jetzt ungefähr 30 lokale Admins auf der ganzen Welt, die sich um die Anmeldungen, Änderungen und Fragen kümmern werden. Ich bin froh, dass das Admin-Team vom MARC-System an Bord unseres Systems ist", so DL5DI weiter.