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Wie wird man Funkamateur ?

 

Jeder kann Funkamateur werden, unabhängig von Geschlecht, Alter, Ausbildung und Beruf! Das Amateurfunkwesen untersteht den nationalen Fernmeldebehörden, in Deutschland ist das die Bundesnetzagentur. Der Amateurfunk bietet viele Möglichkeiten und Rechte, welche international reglementiert sind. Um am Amateurfunk teilnehmen zu dürfen, ist deshalb eine Lizenz erforderlich (vergleichbar mit dem Führerschein zum Fahren eines Kraftfahrzeug oder Motorrad). Um diese zu erhalten, muss man in einer Prüfung durch die Bundesnetzagentur nachweisen, über die notwendigen Kenntnisse in Technik, Betriebstechnik und Gesetzeskunde zu verfügen.

 

Amateurfunk ist ein technisches Hobby, das sich mit den Möglichkeiten drahtloser Nachrichtenübertragung befasst. Funkamateure sind Menschen, die sich in ihrer Freizeit mit dem Bau und Betrieb von Sendern und Empfängern, mit Antennen, Messgeräten und Zubehör beschäftigen.

 

Lohnt sich die Beschäftigung mit der Funktechnik und die Erlangung einer Amateurfunklizenz in heutiger Zeit noch? Wir Funkamateure von Fox18 sagen Ja, denn Amateurfunk wird nie langweilig und ist sehr vielfältig! Da gibt es diejenigen, die das direkte Gespräch mit anderen Funkamateuren auf der ganzen Welt suchen. Andere nutzen die Möglichkeit der Telegrafie, also Morsecode um miteinander zu kommunizieren, wieder andere nutzen eine der vielen digitalen Betriebsarten um weltweite Kontakte herzustellen. Ständig werden von Funkamateuren neue digitale Übertragungsverfahren entwickelt, die dann weltweit von wieder anderen Funkamateuren ausprobiert und/oder weiterentwickelt werden.

 

Sehr interessant ist auch die Nutzung von Amateurfunksatelliten. Funkamateure haben eigene Satelliten gebaut, die ständig die Erde umkreisen und die man als Umsetzer bzw. Relaisstation nutzen kann. Neuerdings kann man sich mit mobilen oder tragbaren Funkgeräten mit Umsetzerstationen verbinden, die ihrerseits mit dem Internet verbunden sind und dann irgendwo anders auf der Welt einen anderen Umsetzer ansprechen, um dann eine Funkverbindung in andere Kontinente herzustellen. Dieses Verfahren heißt Echolink. Man benötigt dafür keine große Antennenanlage mehr.

 

Dann gibt es da unter uns Funkamateuren die "Techniker", die gerne ihre Funkanlage selbst bauen und die selbst gebauten Geräte testen bzw. ausprobieren. Wegen der komplizierten Technik der Geräte mit teils einzeln schwer beschaffbarer Bauteile werden gelegentlich Bausätze angeboten, die man bei Bedarf ergänzt und schließlich zu einem Funkgerät verbaut.

 

Am Markt existiert ein umfangreiches Angebot hochwertiger Funkgeräte und Zubehör. Ein gebrauchtes Kurzwellengerät kostet Minimum zwischen 300 bis 800 Euro, ein Funkgerät für Ultrakurzwelle ist schon für deutlich weniger Geld erhältlich. Wichtiger ist allerdings eine wirkungsvolle Antenne. Auch hier gibt es eine Vielzahl von Angeboten für den "kleinen" wie für den "großen" Geldbeutel. Da Funkamateure mit Klasse-A-Lizenz mit Sendern bis zu 750 Watt Sendeleistung arbeiten dürfen, müssen sie gegenüber der zuständigen Behörde die Einhaltung von Feldstärkegrenzwerten nachweisen. Entsprechende Kenntnisse gehören zu den Prüfungsanforderungen.

 

Das Amateurfunkzeugnis gestattet Ihnen die komplette Errichtung einer Funkanlage und sogar den Eigenbau von Sendern. Deshalb werden relativ viel Technikkenntnisse verlangt. Amateurfunk erlaubt nur die Verbindung zwischen Amateurfunkstationen, einzige Ausnahme von der Regel sind Notfallsituationen.

 

In Deutschland gibt es derzeit zwei Zeugnisklassen, die auch im Ausland gelten. Die Klasse E (Anfänger Lizenz (Novice Licence)) ist für Einsteiger gedacht. Mit diesem Zeugnis erwirbt man die Berechtigung, Funkanlagen selber zu bauen, in Betrieb zu nehmen und mit eingeschränkter Leistung (100 Watt) auf einigen Kurzwellenbändern und auf Ultrakurzwelle Funkbetrieb machen zu dürfen. Bei der Klasse A mit höheren Anforderungen an die technischen Kenntnisse entfallen die Einschränkungen. Die Prüfung zum Amateurfunkzeugnis besteht in beiden Klassen aus drei Teilen, zum einen der Technik, der Betriebstechnik und den Vorschriften. Wenn man allerdings das Amateurfunkzeugnis Klasse E (oder das frühere Zeugnis Klasse 3) bereits besitzt, werden die Prüfungsteile Betriebstechnik und Vorschriften für die Prüfung Klasse A anerkannt und man braucht nur die Prüfung im Fach Technik Klasse A abzulegen.

 

Der Weg zur Prüfung kann unterschiedlich beschritten werden. Neben dem Eigenstudium aus Büchern und Internetquellen, einem Fernlehrgang, bieten verschiedene Ortsverbände des Deutschen Amateur Radio Club e. V. auch Kurse an.

 

DJ4UF (Eckhart K. W. Moltrecht) bietet einen Fernlehrgang an!

Der Lehrgang Link ist kostenlos und kann von jedem/r Interessierten heruntergeladen und genutzt werden.

 

Auch der DARC bietet einen kostenlosen Lehrgang an!

Weitere Infos unter: https://www.darc.de/der-club/referate/ajw/darc-online-lehrgang/ Link

 

Buch-Empfehlung:

"Amateurfunklehrgang für das Amateurfunkzeugnis" Link von Eckart K.W. Moltrecht.

Betriebstechnik und Vorschriften Link (Je nach angestrebter Zeugnisklasse, siehe weiter unten).

 

Lernen für die Amateurfunkprüfung mit dem PC:

Einige Funkamateure bieten im Internet kostenlose Lernsoftware an. Mit den meisten dieser Programme kann man lernen und Prüfungen Simulieren:

 

AFUTrainer Link

AfuP - Prüfungstraining für das Amateurfunkzeugnis Link

Amateurfunkprüfung kinderleicht gemacht Link

 

Kostenlose Lern- und Prüfungs-Apps findet man leicht in den diversen App-Stores so beispielhaft die iOS-App Amateurfunk Klasse A/E - Lernen leicht gemacht Link by Marcus Roskosch.

 

Fragenkataloge der Bundesnetzagentur:

Technik-Fragenkatalog für Klasse E Link

Technik-Fragenkatalog für Klasse A Link

Betrieb- und Vorschriften-Fragenkatalog für die Klassen A und E Link

 

Sie haben weitere Fragen? Besuchen Sie uns auf einem unserer nächsten OV-Abende Link oder schreiben Sie an lehrgang@fox18.de email .