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Funkwetterbericht vom 11. Januar,

erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL


Zunächst der Rückblick vom 3. bis 10. Januar 2022:

Zwischen dem 2. und 5. Januar rutschten die solaren Fluxwerte unter 90 Einheiten, denn von den 13 Sonnenflecken zu Weihnachten war nur die Region 2924 übrig geblieben. Die Ionosphärenparameter reagierten nur geringfügig, denn die für 3000 km Sprungentfernung ermittelte MuF2 lag tagsüber weiterhin über 21 MHz. Seit dem 7. Januar kletterten die Fluxwerte wieder über 100 Einheiten.

Ursächlich dafür sind drei Sonnenfleckenregionen, die alle südlich des Sonnenäquators über die uns zugewandte Sonnenscheibe wandern.

Während des DARC 10-m-Contests stieg die 3000er MuF2 von 28,5 MHz zu Beginn auf über 32 MHz am Contestende. Holger, ZL3IO, fand ein offenes 10-m-Band, obwohl es in Neuseeland bereits 23 Uhr Ortszeit war. Überwiegend ruhige geomagnetische Bedingungen herrschten vom Nachmittag des 3. Januar bis zum frühen Abend des 8. Januar. Auf die positive Sturmphase am 8. Januar folgte ein etwa sechsstündiger G1-Magnetsturm bis kurz nach Mitternacht. Die Ausbreitungsbedingungen waren zwar etwas schlechter als in der Vorwoche, aber alle Kurzwellenbänder ermöglichten DX-Verbindungen. Im Funkwetterbericht der ARRL wird ein starkes Auftreten der sporadischen E-Schicht am 3. Januar im Zusammenhang mit dem Meteorschauer der Quadrantiden Meteorschauer der Quadrantiden erwähnt.

 

 

Vorhersage bis 18. Januar:

Zu den vier Sonnenfleckenregionen 2924 bis 2927 gesellt sich am Wochenende die alte aktive Region 2921. Hinter dem östlichen Sonnenrand ist bereits eine rege Flaretätigkeit erkennbar. Wahrscheinlich steigt die Sonnenaktivität erneut bis nahe 120 Fluxeinheiten.

Kurz nach Sonnenaufgang öffnen die Bänder bis einschließlich 15 m. Der Südpazifik ist zu dieser Zeit sowohl über den kurzen als auch über den langen Weg erreichbar. Oft sind die Signale über den langen Weg lauter, weil die Reflexionspunkte über der weniger dämpfenden Wasseroberfläche liegen. Das koronale Loch CH1054 befindet sich am 13. und 14. Januar in geoeffektiver Lage.

Geomagnetische Störungen sind dann wahrscheinlich. An den meisten Tagen wird das Erdmagnetfeld nur gering gestört sein.


Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 17:13; Melbourne/Ostaustralien 19:10; Perth/Westaustralien 21:21; Singapur/Republik Singapur 23:10; Anchorage/Alaska 19:00; Johannesburg/Südafrika 03:26; Tokio/Japan 21:51; Honolulu/Hawaii 17:11; San Francisco/Kalifornien 15:25; Port Stanley/Falklandinseln 07:56; Berlin/Deutschland 07:13.

 

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 21:48; San Francisco/Kalifornien 01:11; Sao Paulo/Brasilien 21:58; Port Stanley/Falklandinseln 00:14; Honolulu/Hawaii 04:07; Anchorage/Alaska 01:10; Johannesburg/Südafrika 17:05; Melbourne/Ostaustralien 09:45; Auckland/Neuseeland 07:43; Berlin/Deutschland 15:15.